Die Planung für eine Tour durch Algerien/Niger/Tschad nach Kamerun war
langwierig und auf Grund der nicht möglichen Fahrt in den Niger 2002 lange
ersehnt. Doch sechs Wochen vor der Abreise am 9.10.2004 hat uns ein Freund im
Niger davon abgeraten. Wegen seiner guten Kenntnis der Lage vor Ort mussten wir
das ernst nehmen und haben kurzer Hand die Tour auf München nach Nairobi
verändert. Tausend Dinge stürzten auf uns ein die noch zu erledigen waren.
Aber wir haben es geschafft. Pünktlich um 12/00 Uhr trafen wir am Hafen in
Genua ein. Und los geht's auf eine abenteuerliche Tour die uns gut drei Monate
durch Tunesien und Libyen (nur Transit), dann
via Ägypten, Sudan, Äthiopien nach
Kenia
bringt.

Tunesien/Libyen:
Die Anfahrt besonders durch Libyen ist äußerst ärgerlich. Wir lassen fast
600,-- EUR für Einladung, Formalitäten und Führer dort. Es sollen wohl nur
Gruppen kommen und der kleine Individualreisende interessiert nicht. An der
Grenze Tunesien/Libyen ist ganz neu das Visum (allerdings mit Wartezeit) zu
bekommen. Voraussetzung ist eine Einladung und jemand der einen dort abholt. Der
sog. Führer ist mehr als nur nervig. Er macht sich im Auto breit und kann uns
als Städter aus Tripolis nichts über sein eigenes Land erzählen. Als jetzt
auch noch Ramadan beginnt, sind die Konflikte vorprogrammiert. Nach drei Tagen
Fahrerei stehen wir an der Grenze zu Ägypten.

Ägypten:
Die Grenzabfertigung dort ist äußerst freundlich aber sehr zeitintensiv und
verworren. Das Auffinden unserer Fahrgestellnummer am Toyo HJ 60 bereitet einige
Schwierigkeiten und die muss überprüft werden. Außerdem sollte man noch
wissen, wo die Motornummer eingestanzt ist - wird nämlich abgerubbelt. Der Weg
nach Cairo (dt.: Kairo) zu einem Freund ist sehr unproblematisch. Wir treffen
auf keine Polizeikontrollen. Dank unserer Schlafgelegenheit bei Marwan haben wir
in vier Tagen alles gesehen was es in Cairo und Umgebung so zu sehen gibt. Und
Hund Socke hat dort für den Tag eine schattige Bleibe. Schnell habe ich mich an
den Verkehr in dem Moloch gewöhnt.


Die Visa-Formalitäten an der sudanesischen
Botschaft sind nicht die besten. Aber auch hier erfährt man wieder den
Europäer Bonus. Somit wird die Wartezeit erheblich verkürzt und sogar der
Botschafter selbst begrüßt uns und kümmert sich um die Ausstellung der Visa.
Rechnen scheint in der Botschaft allerdings nicht ihre Stärke zu sein -
verlangen sie doch für die Ausstellung eines Visums 100,-- USD oder 100,-- EUR.
Keiner kann uns diese Regelung erklären, sind die Kurse doch in keiner Weise zu
vergleichen. Als wir dann noch auf der Bank an der wir EUR in USD tauschen
wollen für 260,-- EUR 200,-- USD bekommen sollen, wissen wir: "Rechen ist
nicht ihre Stärke!" Endlich haben wir alles erledigt und können Richtung
Süden aufbrechen.


Unser Weg führt uns durch die Oasen-Route, vorbei an den
ersten kleinen Dünenfeldern, der Weißen Wüste, einiger Oasen
"Städte" bis wieder zurück ins Niltal. Auffällig ist in diesem
gefahrenen Bogen, dass weiter wir an Luxor herankommen, um so häufiger sind die
Checkpoints. Checkpoints am Anfang der Ortschaften, am Ende der Städte, mitten
im Nirgendwo. Und dann unterscheiden sie sich noch darin, wer dort
"Wache" schiebt. Es sind sämtlichen Behörden vertreten und die
scheinen nicht gerade die hellsten Köpfe dorthin abzustellen. Immer die
gleichen Fragen: "Wie viele seit Ihr?", "Woher kommt Ihr?",
"Wohin fahrt Ihr?". Alles Fragen auf die man nie im Leben selbst
kommen könnte - und dass auf einer Straße deren Verlauf eigentlich selbst uns
Fremden bekannt ist! Aber als wäre das nicht genug, kommt immer der selbe Witz
über den Hund: "Ist er auch Deutscher?", "Hat er auch einen
Pass?". Am Anfang kann man sich an dem Spaß problemlos beteiligen, kommt
der dann aber jeden Tag und das gleich zehn Mal, dann fehlt irgendwann die
Pointe. Dennoch sind alten Teile der Oasendörfer sehenswert.
Sehr schade
ist nur, dass man für das Fahren westlich der Route eine Genehmigung braucht,
die eigentlich nicht zu bekommen ist. Besonders das Gilf Kébir muss traumhaft
sein!!! In Luxor ist dann natürlich Historie angesagt und wir besichtigen die
vielen erstaunlichen Bauwerke. Von dort aus wenden wir uns - im Konvoi -
dem Roten Meer zu. Das Konvoifahren macht leider keinen großen Spaß. Rasen die
Fahrzeuge einschließlich Bussen ihre Touristen nach Hurghada und zurück ohne
Rücksicht auf Verluste. Nur verständlich finde ich den Überdruss der
Bevölkerung an diesen Strecken. Sie sehen die Fremden nur vorbeischießen, die
Autos gefährden ihre Kinder und sie bekommen von dem Kuchen nichts ab.
Am Roten Meer mieten wir uns bei Marsa Alam in ein nobles Taucher-Hotel ein und
verbringen die nächsten zwei Tage mehr unter als über Wasser. Gelten diese
Tauchgründe als die schönsten der Welt. Und tatsächlich sind wir von der
farbenprächtigen Vielfalt überwältigt.
Im ganzen Land ist es sehr einfach mit Kreditkarte (manchmal sogar Maestro) an
Automaten Geld zu bekommen.
Leider geht unsere Planung zurück an den Nil auf der Höhe von Assuan zu fahren
nicht auf. Hier fährt kein Konvoi und trotz der Versuche eines ganzen Tages es
zu ermöglichen, scheitern wir an den Checkpoints dort. Das bedeutet für uns
400 km Umweg und noch einmal den Weg über Luxor anzutreten. Die Fahrt nach
Assuan im Konvoi bringen wir sehr schnell hinter uns und freuen uns auf die
neuen Dinge, die es dort zu entdecken gibt. Assuan das an dem Katarakt
(Stromschnelle) gebaut wurde kann mit Abu Simbel, dem Nubischen Museum (sehr
sehenswert), dem Hochdamm des Nasser Stausees etc. aufwarten. Für den 8.11.04
buchen wir die Fähre nach Wadi Halfa. Wegen dem Ende des Ramadan ist es sehr
voll. Uns stört das aber nicht wirklich, können wir doch wegen Socke nicht auf
der Fähre mitfahren, sondern werden auf das Frachtschiff (ist das selbe das
früher an die Fähre angebunden wurde) nach langer Diskussion gelassen. Das
Beladen und die Fahrt sind abenteuerlich und wäre der arme Hund nicht dabei,
der sich zwei Tage sämtliche Bedürfnisse verkneift, wäre es ausgesprochen
romantisch! Am 10.11.04 laufen wir in Wadi Halfa ein. Der berühmt berüchtigte
Kamal der sich zum Bearbeiter der Zollformalitäten aufgeschwungen hat, ist
gleich zur Stelle. Mein Versuch es alleine zu bewältigen wird vom Zoll
energisch verhindert - die Burschen halten wohl alle ebenfalls die Hand auf.
Außerdem müssen wir wegen Socke auf den Amtstierarzt warten der nach fünf
Stunden mal vorbeischaut und den Hund gar nicht betrachtet. Da helfen auch
sämtliche mitgebrachten Unterlagen nichts! Abends sind wir dann wirklich im
Sudan.
Sudan:
Die Piste östlich des Nils ist das schlechteste Wellblech, dass ich
je erlebt habe. Nur langsam kommen wir voran. Die nubischen Dörfer belohnen uns
aber für die schlimme Strecke. Sie sind sehr sauber, oft farbenfroh angemalt
und die Menschen sind äußerst freundlich aber zurückhaltend. Die in Ägypten
zur Gewohnheit gewordenen Checkpoints fehlen gänzlich. Das Nahrungsangebot ist
sehr bescheiden und meist sehr dürftig. Dank der Ramadanfeiertage haben wir
Schwierigkeiten eine Bank zum Wechseln von Geld zu finden. Unsere Routenplanung
geht bis Dongola von dort wollen wir direkt durch die Wüste nach Karima und
dann wiederum eine Nilschleife abkürzend durch das Bayuda Desert nach Atbara.

Der Sudan ist wirklich sehr arm. Wir begegenen kaum Autos und wenn sind es LKWs
die Güter von Ägypten ins Land bringen oder Touristenfahrzeuge. Die Querungen
zeigen sich als sehr schön. Man trifft wenn überhaupt auf Nomaden, die mit
ihren Tieren durchs Nirgendwo ziehen. Schlafplätze zu finden ist hier ein
Leichtes.

Nur mit der Versorgung muss man immer etwas kalkulieren. Auch hier
findet man die Reste der sehr alten und weit entwickelten nubischen Kultur, auch
wenn die Ruinen nicht gepflegt werden. Schon neben dem Jebel Barkal (höchste
Felsmasif in derGegend) sind sehr gut erhaltene Pyramiden zu bewundern. Gerade
deutsche Wissenschaftler sind im Sudan emsig am Werk und versuchen die
Kulturstätten zu erhalten. Das mit der Erlaubnis die man vorab besorgen muss,
erweist sich als veraltet. Es kommt immer sehr schnell irgend jemand der sich
als "Wächter" entpupt und das fällige Eintrittsgeld eintreibt.
Die häufigen Nilquerungen erweisen sich immer als Abenteuer. Sind die Fähren
sehr klein und meist übervoll. Für nur ca. 800,-- sudanesische Dinar ist die
Überfahrt sehr billig. Von Atbara aus besuchen wir die "Königsstadt Meroe"
um dann weiter nach Khartum zu fahren.
Wie üblich ist in der Hauptstadt Offizielles angesagt. Die Visa fürs nächste
Land (Äthiopien) müssen besorgt werden. Eine dumme Regelung verlangt die
Meldung und Registrierung in der Stadt. Das kostet uns einen ganzen Tag und viel
Geld. Das Büro ist hinter einer Baustelle kaum ausfindig zu machen und für
weitere 25,-- EUR pro Person für dieses arme Land unverschämt viel Geld. Etwas
verärgert verlassen wir Khartum, denn für die Meldung braucht man auch noch
den Stempel des Hotels. Nur wollen wir gleich weiter und woher bekommt man dann
den Stempel??? Selbst der Verein für Deutsch-Sudanesische Freundschaft scheint
die Bedeutung seines Namens nicht bewusst und ist wenig hilfreich. Südöstlich
der Hauptstadt ist die Region durch Landwirtschaft geprägt. Der
Wüstencharakter ist schon vor Khartum verschwunden und auch die leeren Straßen
sind jetzt voller einheimischer Kfz. Besonders die vielen Hilfsorganisationen
vor Ort fallen auf. Die Städte Wad Medani, Gedaref und Gallabat sind schnell
durchfahren. Leider tauchen hier bis zur Grenze die unbeliebten Checkpoints
wieder auf. Die Grenzformalitäten bei der Ausreise sind entgegen der Einreise
ein reines Zuckerlecken und die Behörden sehr freundlich. Und nun stehen wir
vor den Toren des nächsten Landes.
Äthiopien:
Wir sind über die unproblematischen Grenzformalitäten fast erschrocken. Schon
bei der Visaausstellung in der Botschaft war uns das Bemühen Touristen ins Land
zu bringen sehr angenehm aufgefallen. Völlig untypisch für ein afrikanisches
Land sind die Beurteilungsboxen bei der Polizei. Hier kann man Lob und Tadel los
werden. Über das Überbevölkerungsproblem hatten wir vorab sehr viel von
anderen Reisenden gehört - auch von den Steine schmeißenden Kindern. Die erste
Erzählung wurde uns bereits zur Mittagspause voll bewusst. Wir finden einfach
keinen ruhigen Platz an dem wir stehen bleiben können ohne eine ganze Traube
Menschen um uns zu haben. Das sollte uns von der Einreise am 24.11.04 bis zum
Verlassen am 18.12.04 nun verfolgen. Unsere erste große Stadt heißt Gonder.
Hier gibt es eine imposante Burganlage zu bestaunen. Und auch das Nachtleben
kann man mit allen Annehmlichkeiten genießen. Auch versuchen wir hier "Tetsch"
- ein alkoholisches Honiggetränk - zum ersten Mal. Uns fallen die sehr attraktiven
Menschen auf. Aber auch die Armut, die vielen Bettler (besonders Kinder) und die
vielen Krüppel und kranken Menschen brennen sich ins Gedächtnis. Von Gonder
aus starten wir dann Richtung Norden nach Axum. Dort findet in ein paar Tagen
die Feier wegen der Bundeslade die sich dort befinden soll statt. Es werden Tausende
Menschen erwartet und ist für die orthodoxen Christen ein sehr hoher Feiertag;
das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die Piste führt uns durch das
Hochgebirgen - wobei das relativ ist, befindet man sich hier nie unter 1.800
Metern! Es ist sehr abwechslungsreich und führte uns in unzähligen Serpentinen
durch Hochplateaus, Flussniederungen und Gebirgsstrecken. Hier stoßen wir auch
auf die ersten Reste des langen Bürgerkriegs in Äthiopien - ausgebrannte
Panzer! Unser kurzer Stop in Debark um eine Trekking Tour in die Simen Mountains
zu unternehmen ist enttäuschend, denn Hunde sind hier nicht erlaubt. So sind
wir schneller in Axum als erwartet und haben ausgiebig Zeit die Stadt unter die
Lupe zu nehmen.

Schon jetzt ist die kleine Stadt voller Pilger aus dem ganzen
Land. Die eigentlichen Feierlichkeiten sind dann sehr interessant und wir
staunen immer wieder über die fremde Kultur.


Der Weg zurück führt uns wieder
über Gonder an den Tana See. Hier treffen wir einen Freund der seit einem
Autounfall an den Folgen zu leiden hat. Der Kontakt der zu "Menschen helfen
Menschen" hergestellt wurde, ist wegen der schwierigen Kommunikation vor
Ort unterbrochen gewesen und wir versuchen diesen wieder herzustellen und
Tesfaye zu helfen. Als Dank lässt er es sich nicht nehmen uns bis Bahir Dar zu
begleiten und uns dort eine Führung durch die Klöster auf den vielen Inseln
zukommen zu lassen. Der weitere Weg bringt uns nach Addis Abeba, wo wir einmal
mehr Visa holen wollen und einiges zu erledigen haben. Wegen der für uns nun
nicht mehr alltäglichen Unfreundlichkeit in der Kenianischen Botschaft
beschließen wir nur den Ausreisestempel für das Carnet de Passage zu organisieren
und fahren dann bald weiter. Unser nächstes Ziel ist der Ziway See an dem wir
einige Projekte der Welthungerhilfe gezeigt bekommen. Wir lernen sehr viel über
die Fortschritte in der Versorgung der Bevölkerung in Notzeiten und sind über
den Wandel innerhalb der Organisationen sehr optimistisch gestimmt. Die reine
Nahrungshilfe ist den Programmen "Cash for Food" gewichen, was die so
schlimme Abhängigkeit von Entwicklungsländern vom Westen deutlich verringert!

Die Seen Langano und Chamo bei Arba Minch liegen als Sehenswürdigkeiten auf
unserem Weg nach Jinka. Hier müssen wir leider wegen ein paar Reparaturen eine
kleine Zwangspause einlegen, um dann den schwierigen Weg nach Kenia via Turkana
See anzutreten.


Uns stehen über 1.000 km ohne Versorgung bevor. In Äthiopien ist die Landschaft
von einer Dornensavanne geprägt und der Pistenverlauf oft sehr sandig. Die
Ausreise ist in Omorate zu erledigen um danach wieder ein Stück zurück zu
fahren und auf die Piste nach Kenia zu kommen.
Kenia:
Bis nach dem Sibiloi National Park ist der Verlauf der Route nicht immer
eindeutig. Es gibt viele Verzweigungen, die sich als falsch herausstellen. Die
Landschaft ist offenes Grasland mit sandigem Untergrund. Trotz des
beschwerlichen Vorwärtskommens belohnt die Umgebung für die Strapazen. Leider
müssen wir am Ende des Parks doch noch die Gebühr entrichten, obwohl wir nur
kurz im Park selber sind. Die Strecke
geht nun durch ein Gebiet, dass den vulkanischen Ursprung nicht verstecken kann.
Die Pisten ist oft mit
scharfkantigen Steinen und Felsen übersät sind. Wir kommen nur sehr
langsam voran, aber die Abgeschiedenheit und die Vielfalt der
"Naturvölker" entschädigt uns auch für die Temperaturen über
40° Celsius. Wir besichtigen Loiyangalani welches in
früheren Zeiten den internationalen Jetset beherbergt hat. Davon scheint
allerdings nicht viel übrig zu sein. Die folgenden Ortschaften sind sehr
einfach und bieten meist nichts besonderes. Bei Nyahururu besuchen wir die
Thompson Falls. Ab hier wird es touristisch. Die Piste haben wir hinter uns
gelassen. Die verschiedenen Pässe haben wir trotz Regen mit etwas Wartezeit
überfahren. Einstimmig sind wir der Meinung, dass diese Strecke in der
Regenzeit absolut unpassierbar ist!
Trotz des eigentlichen Verbots für Haustiere in den Nationalparks, schmuggeln
wir Socke in den Nakuru Nationalpark hinein.


Weihnachten verbringen wir direkt
am Zaun zu dem Park und feiern mit einer geschmückten Akazie und Fondue ein
sehr afrikanisches Fest. Die Weiterfahrt zum Mount Kenia mit dem Besuch des
Solio Game Reserve fasziniert uns mit der abwechslungsreichen Landschaft und den
vielen Tieren (Spitz-, Breitmaulnashorn, Oryxantilope, Löwe, Leopard etc.
etc.).


Die unmittelbare Umgebung des imposanten Bergs ist reinster Dschungel.
Die Pisten zu den vielen Lodges am Berg werden von Elefantentracks gequert.
Überall liegen riesige Häufen Elefantendung. Die Forest Castle Lodge liegt
wild romantisch am Hang und lädt uns zu einer Bergtour ein. Es geht durch
dichten Bewuchs. Ab einer gewissen Höhe geht es nur noch durch sehr hohen
Bambus. Wir besuchen mitten am Berg eine gut versteckte Höhle, in der sich zu
Zeiten des Unabhängigkeitskriegs sich die Führung der Rebellen versteckt hat.
Leider ist die mittelbare Umgebung des Bergs dem Kaffee- und Teeanbaus zum Opfer
gefallen. So geht es hier durch eher eintönige Gebiete.
Der Aufenthalt in Nairobi ist trotz der Horrorgeschichten sehr problemlos.
Leider müssen wir das Ende unserer Reise mit Reparaturen am Toyo verbringen,
damit er für eine nächste Reise fit ist.

Der Besuch von Schwester Luise, die in 30 Jahren ein Krankenhaus und eine
"Waisenstation" aufgebaut hat, zeigt sich als äußerst aufschlussreich,
wenn auch bedrückend. Hier werden wir das erste Mal mit Aids,
Ex-Kindersoldaten, Flüchtlingen aus dem Südsudan und vielen hier so
bedrückenden Problemen direkt konfrontiert. Für nähere Infos und möglichen
Spenden, die die Dominikaner Schwester dringend nötig hat, stehe ich gern zur
Verfügung.
Als "Urlaub vom Urlaub" verbringen wir dann aber noch vier ruhige Tage
am Tiwi Beach südlich von Mombasa.
Schweren Herzens steigen wir am 13.01.2005
um 12:45 in den Flieger nach München.
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