
Wir freuen uns vom 14.-30.07.2009 sechs iranische
Rettungshundeführer bei uns zu begrüßen. Sie werden mit verschiedenen
Rettungshundestaffeln in Bayern trainieren. Besten Dank an den
Landesfachdienstleiter Armin Dlugosch (BRK) der dies ermöglicht. Aber auch viele
andere helfen mit das die Iraner wohl fühlen können. So besuchen und arbeiten
wir mit folgenden Staffeln in Bayern: Ansbach, Kitzingen, Regensburg, München,
Landsberg am Lech, Augsburg, Rosenheim, Nürtingen und Lauf an der Pegnitz. Aber
es steht auch ein Besuch der Zollhundestaffel an.
Auch soll ein kultureller
Austausch stattfinden. So stehen nicht nur die Sehenswürdigkeiten in München wie
Schloss Nymphenburg, Olympiastadion auf dem Plan, sondern auch Schloss
Neuschwanstein, Herren-Chiemsee, Kloster Andechs und vieles mehr.
Fotos gibt
es demnächst hier!
Trainingslager in Iran - vier
Bayern in Shariar bei Teheran (April 2009)
Ab April 2007 werde ich als Delegierter des Deutschen Roten Kreuzes in den Iran gehen um dort den Aufbau von Rettungshundestaffeln zu unterstützen.
Nachdem der Iran (das alte Persien) eines der Länder mit den meisten Erdbeben
weltweit ist, können die trainierten Hunde im Falle einer Katastrophe schnell
eigesetzt werden um möglichst viele Menschen unter den Trümmer zu orten
und diese Opfer somit bergen zu können. Die Suche nach den Verschütteten ist immer ein Wettlauf mit
der Zeit, denn es bleiben etwa 72 Stunden um Verschüttete lebend zu bergen.
Danach ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering noch Überlebende zu finden.
Diese Aufgabe ist so groß wie das Land mit seinen 1.648.000 km2
selbst. Denn bei den ca. 72 Milionen islamischen Einwohnern gilt der Hund als unrein.
So muss auch viel an Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung geleistet werden.
Außerdem wird ein System zur Ausbildung zu entwickeln sein, dass
nicht unsere Rettungshundearbeit in Deutschland kopiert, sondern auf die unterschiedlichen Verhältnisse vor Ort eingeht und berücksichtigt.
Somit soll nicht nur der Umgang der Hundeführer mit den Hunden geschult, die Hunde
zu Rettungshunden ausgebildet, sondern auch der Bevölkerung etwas von der
Argwohn genommen werden.



Die Rettungshunde müssen in ihrer Ausbildung mit allen nur denkbaren Situationen
zurecht kommen. So müssen auch Hubschrauberflüge (als Transport zum Einsatz),
Fahrten mit schwerem Gerät (zum Überwinden von Hindernissen) etc. geübt und
immer wieder trainiert werden. Genauso stehen Geräteübungen auf dem
Trainingsplan.



Wir wollen "Hilfe zur Selbsthilfe" geben. Das Ziel ist eine unabhängige und
leistungsfähige Rettungshundebewegung in Iran aufzubauen, die im
Katastrophenfall
dem eigenen Land und auch allen anderen die sie benötigen schnell zur Hilfe
kommen kann.
Um das umzusetzen braucht es viel Arbeit und Geduld. Nachdem im
Ausbildungscentrum in Karaj nahe Teheran alle hoch motiviert sind und jeder
einzelne Rettungshundeführer sehr gut mitarbeitet, ist für die Zukunft nur zu
hoffen, dass wir nicht gebraucht werden!





Herzliche Grüße aus dem Iran